Mal wieder gruebelnd ueber die Gott sei's gedankt noch lange aufschiebbare Frage, welche Facharztrichtung denn die richtige fuer mich waere, stelle ich koestlicherweise fest, dass die Typen doch ueberall auf der Welt die gleichen sind. Die indischen....
...CHIRURGEN sind maennlich, schreien viel rum und lieben nichts so sehr wie strikte Hierachien.
...ORTHOPAEDEN sind ebenfalls maennlich, breitbeschultert, machen geschlossen beim Tauziehen waehrend des Onamfestivals mit, fallen selbst vom Motorrad un brechen sich dabei den Arm.
...INTERNISTEN sind sich ihrer Nerdhaftigkeit wohl bewusst, zurueckhaltend, kennen alle Krankheiten, wissen aber nie, was fuer eine der jeweilige Patient gerade hat und raten deshalb zum Abwarten
Der indische PLASTISCHE CHIRURG operiert das Musik dudelnde Handy um den Hals haengend, ist der froehlichste Mensch Indiens, kennt jeden, hat einen Chauffeur und die beste digitale Spiegelreflexkamera, die es auf dem internationalen Markt derzeit zu erstehen gibt.
Der UROLOGE ist ein Typ wie mein Onkel Ernst, spielt nach der Not-OP um 4 uhr morgens statt nochmal 2h zu schlafen lieber Tennis, traegt sein Muetzchen schief und macht das Schlafi dann im Doctors Duty Room waehrend alle anderen dort ihren Tee trinken, auf der Liege.
Die GYNAEKOLOGINNEN sind beruehmt fuer ihre mangelnden chirurgischen Faehigkeiten und daher weder von den Urologen noch Chirurgen gern gesehen, weil die immer die Fehler ausbaden muessen, tragen alle rote Klamotten (falls es mal spritzt) und haben Komplexe.
Die ANAESTHESISTEN haben selbst einen Ruhepuls von 40, sind die Chiller vor dem Herrn und geniessen die Zeit waehrend den OPs, um sich auf die Facharztpruefung vorzubereiten, politische Zeitungen zu lesen oder durch die Gaenge schlafzuwandeln.
Ach, und HNO laesst sich genauso gut gaehnen wie ENT ("HaaaaaaaaaeNNNNNNOOOOOO"......."iiiiiiiiiientiiiiiii")
georgy_buechner - 26. Aug, 10:00
Die Berichte aus anderen Teilen der Welt, die ich in Indien sitzend in den Blog poste, reissen nicht ab. Bereits letzte Woche, als ich froehlich die "Monsterparty" der "Die Aerzte" zitierend ("ich glaub ich nehm die Mumie mit von wegen Klopapier") durch die "Shoppingmeile" vor dem Krankenhaus (fuenf Laeden oder so) streifte, landete ich in einem maessig gut sortierten Supermarkt und nachdem das aussergewoehnlich schlechte Englisch des indischen Ehepaares mir zu schaffen machte und die Frau dann fragte "Wo kommen Sie aeh where are you from", stellte sich heraus, dass beide irgendwas um die 30 Jahre in Deutscheland gelebt haben. Irgendwo in Bayern.
Diesen Fakt im Kopf erwies sich der zweite Besuch des Ladens aus den gleichen Gruenden als herrlich grotesk. Denn der indische Bayer hat beim zweiten Treffen eine Rakete nach der anderen gezuendet und ich war echt mehrmals in Versuchung lauthals loszulachen. Vom Schimpfen ueber die Kommunisten und die Gruenen bis hin zur Behauptung, Deutschland haette niemals wiedervereinigt werden sollen, weil
"wir ganze Lebe geschafft, die nixe geschafft, dann Grenze offe, komme alle ruber, Lebe geniesse. Immer nur Lebe geniesse geht net. Geht net. Genauso wie hier, komme alle aus Bangladesh, nixe Arbeit fuer Leute von Kerala, weil wolle mehr Gehalt, von de Bangaldesh alle arbeite hier. Habe alle kein Pass, aber gleiche Haut gleiche Haare, spreche Hindi, sage einfach komme aus Bengal, weiss keiner."
Und als er dann gefragt hat:"Gehste auch mal Bier trinke?" und "schnaps nix gut, immer Problem, aber Bier is gesund, weil is viel Nahrhaft. Is gut fuer Koerper. ich in Deutschland jeden Tag 5 Liter Bier! Immer jeden Tag. Drei Liter auf Baustelle und dann abends zwei Liter mit Freunde und war immer gesund!" war ich den Traenen nahe.
"Oktobafest! Ich getrunke drei Mass und mit Auto fahre kein Problem! Ich vertrage. Kein Problem."
"A zuenftiga bayrischa Buiarbauch" zeugt noch heute von diesem Lebenswandel und die Frau verdreht nur, von der Heilkraft des Gerstensaftes weniger ueberzeugt, die Augen.
georgy_buechner - 25. Aug, 09:43
Jetzt hab ich gestern doch glatt vergessen, mir in meinem Blog selbst zum Geburtstag zu gratulieren. Sei hiermit geschehen, herzlichen Glueckwunsch Tobias!
Der Zufall war gnaedig mit mir und so hat er dafuer gesorgt, dass das zehntaegige Onamfestival, das wichtigste Fest in Kerala (ein jahrhunderte alter Koenig kommt aus der Unterwelt vorbei und checkt ab, was heutzutage in Kerala so abgeht und das wird gefeiert), zwar nicht am 23. August beginnt, aber so wie die Weihnachtsfeiern vom Schorlefreunde Kurpfalz e.V. (hier habe ich vom Herrn Haefner geklaut, der leider im Gegensatz zum Herrn Feger noch keinen Blog hat) in Deutschland ja auch nicht am 24. Dezember, sondern irgendwo davor in der schlimmsten, vornehmlich als Vorweihnachtszeit bezeichneten, Zeit des Jahres stattfinden, genau so wird eben auch hier im Krankenhaus schonmal vorgefeiert. Ist auch sinnvoll, denn ueber die Feiertage ist mit vermehrten Road Traffic Accidents zu rechnen und so erwarte ich geschaeftiges Treiben in der Notaufnahme.
Die Feier selbst besteht aus Competitions, jede Gruppe von Beschaeftigten, Nurses, Doctors, Securities, Administration, Medical Students, College of Pharmacy, Dentistry, College of Nursing, alle machen sie bei allem irgendwie mit und am Ende gibts Punkte dafuer. Die Disziplinen reichen vom Blumenarrangement ueber das Raeucherstaebchenazuenden, an Seilen haengende Toepfe mit verbundenen Augen und Bambusstaeben zerschlagen (und dabei andere Leute versehentlich krankenhausreif pruegeln), Tauziehen, Sackhuepfen und Tanzen bis hin zum indischen Karaoke. Mittags speist Jesus die Massen und alle kriegen Reis und Curry satt, in einer oktoberfestzeltgrossen semistabilen Blechhuette mit viel zu lauter Musik und viel zu viel Menschen pro Quadratmeter. Gegessen wird hastig, weil drei weitere Kohorten an Menschen darauf warten, an die Reihe zu kommen, aber danach is man auch gemaestet fuer die naechsten zwei Wochen.
Abends wurde ich dann von einem Chirurgen zum Doeneressen in die Stadt eingeladen und durfte feststellen, dass man den hier doch mit etwas mehr Knoblauchsauce als das wohl bei uns ueblich sein mag, veredelt, und als ich dann nachts von der Notaufnahme, in der bis auf einen Alkoholiker mit Haematemesis und reichlich betrunkenen Male Nurses nichts zu sehen war, in mein Hostel ging, traf ich auf mindestens genauso beduedelte Kardiologen auf dem Gang, die mir dann dankenswerter Weise noch ein Glas Whisky spendierten. Warum das wiederum erwaehnenswert ist, liegt in der Natur der Sache respektive Keralas. Alkohol ist sozial verpoent, die Feierein sind rein antialkoholisch, zum essen gibts weder Bier noch Wein, nirgendswo, aber trotzdem sind alle betrunken. Insgesamt kann man sagen, dass, durch alle Altersgruppen in gewisser Weise Landschulheimmentalitaet herrscht: Jungs und Maedchen schlafen in getrennten Haeusern und duerfen das jeweils andere Haus nicht betreten, zum Topfschlagen treffen sich alle im Hof, bei jeder Gelegenheit haelt der Principal eine Moralpredigt, die alle langweilig finden und besoffen wird sich heimlich aber hemmungslos auf dem Zimmer und das aus praktischen Gruenden mit hochprozentigem Fusel. Das verursacht meiner Ansicht nach mehr Probleme als der Liberalismus, der uns Europaer in gewisser Weise permanent geisselt, aber es ist nicht meine Aufgabe, darueber zu urteilen. Die Lehrmethoden und -strukturen betrachtend, habe ich allerdings doch das eine oder andere Mal ueberlegt, eine 68er-Gedaechtniskerze anzuzuenden.
georgy_buechner - 24. Aug, 10:50
Gestern hat mich der diensthabende Internist (70J) in der Notaufnahme in Beschlag genommen.
"Come. Sit here. Did you attend your Anatomy lessons?"
"Yes."
"Then I ask you a question."
Lange Pause.
"Are you familiar with the thorax?"
(Puh, den kann ich ganz gut, da hab ich ne Chance, dass ich die Frage weiss..)
"Yes"
"Ok. I ask you a question about the thorax."
Jeopardy-Musik
"How many..."
Theatralisches Schweigen.
"How many lobes..."
Erneutes theatralisches Schweigen.
"Have the lungs?"
"The right one has three, the left one has two."
"EXCELLENT ANSWER! Now come and join me, we have to see patients. Indian blood and german blood togethert will make a diagnosis!"
Und dann haben wir nen Diabetes und nen Bluthochdruck diagnostiziert. Den Grund, warum uebrigens 60% der ueber 50jaehrigen in Kerala Diabetes haben und warum gleichzeitg auch die Geburtenrate so hoch ist, den hat er mir dann schliesslich auch noch anhand eines Zitates, dass er vor zwanzig Jahren bei einer Tagung aufgegriffen hat und das vom ehem. indischen Gesundheitsminister stammt, verraten, denn:
"the only recreation in Kerala is procreation."
Es folgte ein schallendes, durchdringendes, tiefes, indisches Lachen...
georgy_buechner - 22. Aug, 10:31
Am Samstag war ich mit nem indischen Sechstsemester unterwegs, der in Zimbabwe geboren ist und sein restliches Leben bisher in Suedafrika verbracht hat, jetzt nur zum Studieren in die eigentliche Heimat nach Kerala gekommen ist.
Als ich ihm eine Beschreibung meines halbindischen Freundes Gidon gegeben habe, meinte er trocken:
"Loves the movies, gives drinks for free - sounds like a real Mayalali".
(Anm: "Mayalali"= die Leute, die Malayalam sprechen + die BEwohner Keralas...)
georgy_buechner - 20. Aug, 12:06
Gestern abend hat mir jemand von seiner 12-Tage-Europarundreise (interessant: Deutschland wird weitraeumig umfahren) erzaehlt und doch tatsaechlich auch behauptet, dass Amsterdam wie Kerala sei. Nicht nur wegen des Wassers, nochmal hinfahre, das letzte Mal muss ich irgendwie Tomaten (oder vla?) auf (in) den Augen gehabt haben...
georgy_buechner - 20. Aug, 12:02
Man soll ja nicht ueber seine Patienten lachen, insbesondere, wenn sie tatsaechlich schwer verletzt sind, aber der Fall von gestern Abend war doch der Hammer. man moege mir also verzeihen, wenn ich ihn trotz des beinahe toedlichen Ausganges mit einem Schmunzeln berichte:
Der Sonntag wird hier natuerlich, wie jeder Tag, von den meisten Maennern genutzt, sich ordentlich einen hinter die Binde zu kippen und demzufolge gehts so gegen 12 Uhr Mittags los, dass die ersten Road Traffic Accidents eintrudeln. Anders als an Werktagen, wo man zu dieser Uhrzeit ja am Arbeitsplatz trinkt und dann erst abends um neune in der Notaufnahme landet.
Der Kerl, der aber gestern abend kam, war was ganz besonderes: am linken Arm trug er nen Gips, weil er sich vorige Woche schonmal mit seinem Moped hingelatzt hatte und die Hand jetzt gebrochen war. Neuer Befund war nun ein guttastbarer Schienbeinbruch und als die Roentgenbilder zurueckkamen, haben wir alle gut gestaunt, denn rechts war das Wadenbein geschraubt und links hatte er n kuenstliches Hueftgelenk. Das Gesicht war abgesehen davon vollern Narben, die ebenfalls von Stuerzen zeugten. Gesprochen hat er ausschliesslich in englisch, was ebenfalls verwunderte und ploetzlich hat er dann aufgehoert zu atmen und seinen Herzstillstand bekommen, worauf in gemaechlichem indischen Tempo Wiederbelebungsmassnahmen eingeleitet wurden, die auch von Erfolg gekorent waren, nur eben die Rippen haben sie ihm dabei gebrochen.
Dem sein Schutzengel muss echt ganz schoen was abkoennen...
georgy_buechner - 20. Aug, 11:53
Gestern war das Keralanische Neujahr und auch wenn das, im Gegensatz zu allen anderen moeglichen und unmoeglichen Anlaessen, bei denen der schoene Satz "man muss die Feste feiern wie sie fallen" greift, nicht mit grossem Trara begangen wurde, hatte es doch direkte Auswirkungen auf mich.
Denn es ist ein alter Glaube, dass wer am ersten Tag des Jahres ins Krankenhaus kommt, dort das ganze Jahr ueber bleiben wird.
Infolgedessen war die Notaufnahme den ganzen Tag ueber wie ausgestorben. Nur ein Betrunkener mit Kopfplatzwunde, der wohl eher weniger wusste, was fuer ein Tag/Monat/Jahr gerade ist und ein armer alter Mann, dessen Erysipel sich zu einer Sepsis, die sich gewaschen hat entwickelt hatte.
Und dann ward es 23.30 und mit einem Mal stroemten die Patienten wie nichts zweites herein, alle diejenigen, die schlichtweg nicht mehr warten konnten, oder, auch das ist moeglich, dachten, es sei bereits zwoelf, denn eine weitere Erfahrung ist: jede Uhr, die ich sehe, zeigt eine andere Zeit an, so dass meine Uhr manchmal 15min vor und manchmal 15min nachgeht. Jedenfalls war nach 12 im Urwald Polen offen...
georgy_buechner - 18. Aug, 09:54
Wer in Deutschland ein Alkoholproblem bei der Aufnahme attestiert bekommt, erhaelt das schlichte Kuerzel C2 fuer (C2H5OH) in seiner Akte. Wer abends in die Notaufnahme kommt und vom Moped gefallen ist, hat ein Alkoholproblem. Weil die Studenten dazu aber immer nichts sagen wollten, damit die Angehoerigen, die in der Regel in Scharen den Verletzten begleiten, sich nicht dumm angemacht fuehlen, habe ich denen eben diese Abkuerzung beigebracht und jetzt verwendet sie hier jeder, zumindest um sich gegenseitig klarzumachen, was Sache ist...
georgy_buechner - 17. Aug, 13:24
Jeder, aber ausnahmslos jeder hier ist besorgt, dass man vom Fleisch faellt. Wenn man morgens in die Ambulanz kommt, fragen sie einen, "Had your food?" - Haste schon gefruehstueckt? Um zwoelf fragen sie, ob man lunchen will, treffen sie einen auf der Strasse, kommt nach "Hello" gleich "had your food?" und abends in der Notaufnahme lassen sie einen auch nur arbeiten, wenn man versichern kann, dass man schon gegessen hat. Im Rahmen meiner Versuche ein paar Worte Malayalam zu lernen war denn auch die dritte Redewendung, die sie mir beibringen wollten (abgesehen von medizinischen Termini wie "verdena" - Schmerzen, "Paini" - Fieber und "Somatsche" - Husten), nach "wie heisst du?" und "wie alt bist du?" "Kaitscho - Had your food?".
Darauf antwortet man dann entweder: "Kaitscho - Had my food" oder "Vernam - Ja", was dann soviel heisst wie, "Ja, ich will jetzt was essen."
Guten Appetit.
georgy_buechner - 17. Aug, 13:16
Gestern gab's in der Notaufnahme das Wunder der Geburt zu bestaunen, so wie es Gott und nicht der Herr Kaiser vorgesehen hat. Und abgesehen davon, dass es eindrucksvoll war, mal in die Runde zu schauen und zu zaehlen, wie viele Menschen um die Gebaerende herumstanden (12!), hat mir doch, und da wird auch der Sprachwissenschaftler wieder erwachen, vor allem die Aufforderung der Hebammen, als das Koepfchen zu sehen war, gefallen. Bei uns wuerde man ja sagen "Pres-sen! Pres-sen!" und jedes "Pres-sen!" wuerde den Schmerz und die Anstrengung, die die arme werdende Mutter gerade aussteht phonetisch untermalen. Nur heisst "Pres-sen" auf Malayalam "Muge". Und so sprechen dann sieben Frauen gleichzeitig und schnell hintereinander im Chor: "Mugemugemugemugemugemugemuge!" bis es ploppt.
georgy_buechner - 17. Aug, 13:08
Sechzig Jahre Indien haben sie gestern gefeiert. Und dazu wird marschiert. In Uniformen. Eine Delegation an Studenten aus jedem Fachbereich (Nursing, Pharmacy, Medicine, Dentistry), je eine Kohorte maennlich und weiblich plus die Securities. Und dann wird vor der Fahne gestampft. Zu "Left, left, left right left." Gut, dass man die Kommandos in der Sprache der Unterdruecker gibt...

georgy_buechner - 16. Aug, 11:22
kann man hier natuerlich nicht fragen, denn im Gegensatz zum Merowinger aus Matrix Reloaded wird sich "the ass" natuerlich nicht mit "silk gewiped", sondern mit der linken Hand und fliessend Wasser (falls vorhanden). Trotzdem waere die Frage haeufig genug in der Anamnese noetig, denn eine weitere haeufige Erkrankung sind die Haemorrhoiden. Ob die hier hauefiger sind als in Deutschland, vermag ich nicht zu sagen. Aber wenn ja, koennte das nicht zuletzt am Chilli Fish und Chilli Chicken liegen. Das brennt schliesslich immer zweimal...

...
georgy_buechner - 16. Aug, 11:17
Kerala bedeutet "God's Country" und die meisten Katholiken des Landes leben in diesem Staat. In meinem Distrikt sind sogar 80% Christen, was fuer Indien eine ganz unwahrscheinliche Zahl ist. Und da auch das Pushpagiri Medical College Hospital in kirchlicher Traegerschaft ist, verwundert es nicht, dass auch die allermeisten Aerzte roman catholics sind. Was das fuer Auswirkungen hat? Nun, ich wohne im John Paul II Hospital, ab und an laueft mir ne Ordensschwester die jahrzehntelang in Deutschland gelebt hat, ueber den Weg, vor der OP sagt der Chefarzt zu den Assistenten und Studenten, nachdem alles steril abgedeckt ist und dem ersten Schnitt nichts mehr im Wege steht: "let's all take a moment to pray" und wenn dann die Darmschlingen nach einer anstrengenden dreiviertelstunde endlich aus dem Bruchsack der Narbenhernie zurueck in die Bauchhoehle gelangt sind und somit der schwerste Teil der OP geschafft ist: "Praise the Lord". Dabei dann nicht lauthals "Do you see the light?" zu rufen ist schwer, das kleine Grinsen zu verbergen wiederum leicht, denn man traegt ja Mundschutz.
georgy_buechner - 16. Aug, 11:08